|
Großer Erfolg des Posaunenfestes an der Musikhochschule Stuttgart, veranstaltet und geleitet Prof. Armin Rosin am 23.April 2004:
Prof. Armin Rosin feierte seinen diesjährigen Geburtstag mit einem öffentlichen Posaunen-Fest an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Trotz fehlender Werbung war
der große Konzertsaal der Musikhochschule sehr gut besetzt und viele - auch jüngere- Bläserfreunde konnten einem seltenen Ereignis beiwohnen:
Bis zu 20 Posaunistinnen und Posaunisten
musizierten gleichzeitig auf einer Bühne! In zahlreichen Proben wurde von den auf eigene Rechnung angereisten Musikern, die alle ehemalige Schüler und Studenten von Prof Armin Rosin sind, ein
abwechslungsreiches Programm einstudiert, das von Palestrina bis hin zur neuen Musik Werner Heiders und Jazzkompositioenen sowie einer Uraufführung aus der Feder Rosins reichte. Unterstützt wurde das
Ereignis auch von den derzeitigen Studierenden der Posaunenklasse Prof. Rosins, sowie dem IPV- Vizepräsidenten Jakob Guizetti, der mit einem Kontrabass- posaunensolo in “Go Down Moses” brillierte.
Geschlossenes Ensemblespiel mit überwältigender Dynamik vom Pianissimo mit dem Einsatz von Dämpfern bis hin zu gewaltigem Fortissimo war in Stücken wie Gabrielis “Sonata pian e forte”, Gesualdos
“Dolcissima mia vita” oder Frgyes Hidas’ 7 Bagatellen für 20 Posaunen einer der Glanzpunkte des Programms. Auf der anderen Seite waren aufregende Stücke zu hören in denen es eher um
kammermusikalisches Zusammenspiel geht, wie z.B. Mozarts “Allegro für
4 Posaunen” oder “6 Pieces for four trombones” von Vaclav Nelhybel, dargeboten vom “Courtois Posaunen- quartett”, dem ehemaligen Posaunenquartett der Klasse Armin Rosin, das nun unter neuen Namen und dankenswerterweise von der Firma Couertois unterstützt, auch mit neuen Instrumenten auftritt.
Die zwei absoluten Höhepunke des ersten Programmteils war zum Einen sicher Rosins Uraufführung, eine interessante Variation über ein einfaches Thema, bei dem Echoeffekte aus den Seiteneingängen,
sowie eine Improvisation von Armin Rosin eine große Rolle spielten. Zum anderen war Rimski-Korssakovs Bravourstück “Hummelflug” in einem Arrangement von Bertold Schick zu hören, welches dieser auch
gleich selbst spielte. Und das mit einer solchen Virtuosität, daß das Pulblikum ducrh seinen anhaltenden Beifall eine sofortige Wiederholung einforderte. Diese Zugabe spielte Schick mit großer Freude und
diesmal noch schneller! In der zweiten Konzerthälfte war dann etwas leichtere Kost zu hören, begonnen bei drei hervorragend arrangierten spanischen Märschen, “El Albanico”, dem bekannten Paso Doble
“Espana cani” sowie “Amparito roca” alle drei mit dem Verfasser des Textes an der Tuba. Das Konzert endete mit einem Gospel und Jazz- Block, der u.a. Titel wie “Swing Low” (arrangiert von Verfasser)
oder “Tell it on the mountain” sowie “Little Brown Jug”, arrangiert von Arno Hermann und dem “Song of the wolga boat men” zu Gehör brachte. Begeisterte Stimmen waren nach dem Konzert zu hören, das
fachkundige Publikum (viele Posaunisten und Blechbläser waren angereist) sparte zwar nicht mit Kritik an einigen Unsauberkeiten, war aber trotzdem hingerissen. Viele Zuhörer waren erstaunt wie schön und
facettenreich 21 Posaunen klingen können. Alles in allem war der Abend sicher ein großer Erfolg für die Sache der Posaune und viele der Musiker äußerten den Gedanken, man möge das Konzert doch
wiederholen oder sogar damit auf Tournee gehen...
|