A r m i n R o s i n
(Alt-, Tenor-Posaune, Baßtrompete, Bariton, Alphorn)
studierte in München Posaune , dann Gesang und Dirigieren (Mozarteum), ausserdem Musikwissenschaften und Geschichte an der
Universität Erlangen-Nürnberg.
Mit 21 Jahren war Rosin Soloposaunist der BAMBERGER SYMPHONIKER, mit 28
Jahren wechselte er zum RADIO-SYMPHONIE-ORCHESTER (unter Celibidache) nach Stuttgart.
Nach 22 Jahren Orchester-Praxis wurde er 1980 auf eine ordentliche Professur für Posaune an die Stuttgarter Musikhochschule berufen.
Nachdem der Komponist Frank Martin Rosin`s Interpretation seiner “Ballade
für Posaune und kleines Orchester” 1964 gehört hatte, lud er ihn spontan zur 1. Schallplatten- Aufnahme und wiederholt zu Konzertaufführungen unter seiner Leitung ein.
Als Solist nahm Rosin eine einzigartige Karriere: Er bespielte 1973 die
allererste Schallplatte mit Posaunen-Konzerten auf der ganzen Welt , die
auch
weltweit Aufsehen erregte und viele junge Menschen anregte, Posaune zu spielen und schließlich solistisch aufzutreten (zB Chr. Lindberg einer eigenen Äußerung nach) und es gelang ihm, die Posaune als SOLO-Instrument in die Konzertsäle Europas neu einzuführen. Auch in Korea war er der erste, der als Posaunen-Solist mit dem Seoul-National-Orchester oder in Taiwan mit dem Taibei-National-Orchester auftrat
Unter der Leitung von berühmten Dirigenten und mit vielen namhaften
Orchestern spielte er im In- und Ausland, bei Konzerten, TV-Aufzeichnungen und Rundfunkaufnahmen. Fast das gesamte Solo- Repertoire für Posaune nahm Rosin auf Schallplatten und CDs auf. Über 45 Kompositionen wurden eigens für ihn von zum Teil weltbekannten Komponisten geschrieben. 2001 führte er das ihm gewidmete allerletzte Werk des greisen Hindemith-Schülers Harald Genzmer (1909) urauf.
Seine Konzerttätigkeit reicht von West- und Osteuropa (Alicante bis Sibirien), Israel, bis Korea, China, Taiwan, Afrika und
Amerika.
Als Pädagoge wurde er zu namhaften Kursen und Gastprofessuren weltweit eingeladen: Internat. Ferienkurse für Neue Musik in
Darmstadt, Sommerkurse der Jeunesses Musicales auf Schloß Weikersheim, Musikseminar der DDR, Kulturwochen Valencia, Gastprofessur an der Kunsthochschule Chongching (China).
Im Auftrag der Universal-Edition, Wien verfaßte er 1976 eine Posaunenschule
mit völlig neuen Lehr- und Spielmethoden entsprechend den neuesten Erkenntnissen der Pädagogik. Die DOV beauftragte ihn mit der Co-Autorschaft ihres Probespiel-Orchesterstellen-Hefts.
Seine Schüler sitzen in vielen grossen Orchestern in Europa und Übersee.
Prof. Rosin ist ausserdem in der Fachwelt geschätzt als Präsident des
Internat. Blechbläser-Wettbewerbs von Süd-Korea und Juror bei international bedeu- tenden Musikwettbewerben (ARD-München, Markneukirchen, Genf, Prager Frühling, Moskau, Gaudeamus Amsterdam ) bei denen er als Vertreter Deutschlands eingeladen wurde. Eintrag in Riemann`s Musikerlexikon S.512
Er ist Träger von Musik- und Kunstpreisen und Mitglied der Sdd. Akademie der Wissenschaften und Kunst, München, Boardmember der ITA.
Rosin`s pädagogische Spezialität ist die Vermittlung eines druckschwachen Ansatzes mit dem Aufbau einer dafür nötigen Muskeltätigkeit und Atemtechnik. Auf der anderen Seite die Vermittlung der gesamten Solo-Literatur, von der er einen großen Teil selbst zur Uraufführung gebracht hat.
Hauptsächlich aus Mitgliedern des Radio-Sinfonie-Orchesters-Stuttgart
gründete er 1970 auf Anregung seines Chefs Sergiu Celibidache das zehn- köpfige Blechbläser-Ensemble “Brass-Philharmonie-Stuttgart”, das durch
unterschiedlichste Konzerte sowohl mit alter wie extra geschriebener neuer Literatur , LPs, Rundfunk- und Fernseh-Auftritte bekannt wurde.
Armin Rosin leitet auch ein Posaunen-Ensemble, das als Quartett oder
Quintett immer wieder zu Konzerten und Feierstunden-Umrahmungen eingeladen wird, gelegentlich auch einmal als Oktett erscheint.
Das Blechbläser-Ensemble BRASS-AKADEMIE-STUTTGART (8-12 Mitgl.),das Rosin vor 15 Jahren gegründet hat, kann auf eine große Anzahl von Konzert- Einladungen zurückblicken. Vom Bodensee bis Hannover oder Salzburg treten vor allem junge Musiker immer wieder in wechselnden Besetzungen auf und zeigen, was sie an kammermusikalischem Spiel gelernt haben.
Daneben ging Rosin immer wieder neue Wege: In den 60er Jahren war Rosin
der erste deutsche Posaunist, der sich rückhaltlos für die Avantgard-Musik einsetzte und viele Komponisten auf die Möglichkeiten der modernen Posaune aufmerksam machte (zB Penderecki,) dann gründete er 1987 das kleinste professionelle Brass-Bläser-Ensemble:
Das “Trio Armin Rosin“ mit Trompete, Posaune und Tasteninstrument, das bis
heute in der originalen Besetzung auftritt, schließlich ist er sogar zu unge- wöhnlichen Instrumenten- Kombinationen bereit: 2000 gründete er das “Egerländer Alphorn-Terzett” und regt Komponisten an, anspruchsvolle Werke für das bisher überwiegend in der Volksmusik gebrauchte Naturinstrument Alphorn zu schreiben.
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